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Zimt

Würziges Tropenholz

Als eines der ältesten Gewürze überhaupt kann man bereits 2500 v. Chr. in einer chinesischen Schrift über Cassia (= China-Zimt) lesen. Für die Europäer war die Herkunft lange Zeit ein Geheimnis. Nur die Händler wussten, dass die süße Zimtrinde die Innenrinde eines asiatischen Baumes ist.

Aus Sri Lanka fand der Zimt im 15. Jahrhundert seinen Weg Die Hauptanbaugebiete liegen heute in China, Sri Lanka und auf den Seychellen.

Qualität und Geschmack

Zimt wird aus der Innenrinde des Zimtlorbeerbaumes gewonnen. Je dünner, feiner und heller eine Zimtstange ist, umso hochwertiger ist ihre Qualität. Weltweit werden drei Sorten gehandelt: Ceylon-Zimt (Kaneel), der hauptsächlich aus Sri Lanka stammt, Cassia, der auch unter "China-Zimt" bekannt ist, sowie der Indonesische Cassia vera. Ceylon-Zimt gilt als die hochwertigste und gleichzeitig teuerste Sorte. Die hauchdünne Rindenschicht, in der sich die aromatischen Stoffe besonders intensiv sammeln, wird getrocknet und rollt sich dabei von zwei Seiten ein. 4 bis 5 dieser Röllchen werden ineinander gesteckt, um eine feste Zimtstange zu erhalten. Die Oberfläche ist glatt und gelbbraun. China-Zimt ist wesentlich dicker und rollt sich bei der Trocknung nur einseitig auf. Die Stangen sind rot bis dunkelbraun und braungrau, der Geschmack ist kräftig-würzig und etwas herb. Dieser Zimt wird hauptsächlich für gemahlene Ware verwendet. Cassia vera schmeckt ähnlich dem Ceylon-Zimt und duftet feiner und kräftiger als China-Zimt. Die Rinde rollt sich beim Trocknen zu zweiseitigen Röhren auf.

Gesundheit

Richtig dosiert soll Zimt verdauungsfördernd, magenstärkend, lindernd bei Husten und Heiserkeit wirken. Naturheilkundige Therapeuten empfehlen Zimt vor allem wegen seiner antibiotischen und antiviralen Wirkung

Verwendung

Das wohlschmeckende Gewürz wird hauptsächlich für Süßspeisen eingesetzt und gehört in weihnachtliche Bäckereien. In Leber- und Blutwurst-Spezialitäten ist Zimt die ideale Ergänzung zu Vanille.

Was ist Cumarin?

Cumarin ist ein natürlich vorkommender sekundärer Pflanzenstoff, der auch in Zimt enthalten ist. In hohen Dosen gilt er als krebserregend und leberschädigend, weshalb die europäische Aromenverordnung einen Grenzwert von 2 mg/kg Lebensmittel vorschreibt. Wird Zimt in der für ein Gewürz üblichen Menge eingesetzt, ist keine gesundheitsschädigende Wirkung bekannt oder wissenschaftlich erwiesen

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